INFORMATIONEN ÜBER DAS THEMA KALK

Ist Kalk ein spezielles Problem von Solaranlagen?

Kalkhaltiges Wasser ist kein spezielles Problem für Solaranlagen. Trinkwasserspeicher, Durchlauferhitzer, Waschmaschinen, Wasserkocher, Armaturen, Rohrleitungen etc. sind ebenfalls davon betroffen. Deshalb werden Wasserenthärtungs-Anlagen bzw. manuelle Entkalkungsverfahren schon lange in vielen Haushalten mit hartem Wasser eingesetzt.

Neben Spülhähnen am Kaltwasserein- und Warmwasseraustritt des Wärmespeichers wird für hartes Wasser eine Wasserbehandlung empfohlen, um die Auswirkungen von Kalkablagerungen zu verringern. Eine Wasserbehandlung hilft auch die Verkalkung von Haushaltsgeräten, des Leitungssystems und der Armaturen zu verringern und damit deren Lebensdauer zu verlängern. Die Wasserhärte lässt sich beim regionalen Wasserversorger in Erfahrung bringen, Installationsbetriebe beraten die Interessenten ebenfalls zu dem Thema.

Es gibt nach Erfahrungen und Recherchen von Consolar keine Warmwasserbereitung mit oder ohne Solaranlage, die mit jeder Wasserhärte ohne zusätzliche Maßnahmen über längere Zeiträume problemlos funktioniert. Das Consolar Durchlauferhitzer-System zur Trinkwasser-Bereitung in Form einer Spirale hat folgende Vorteile gegenüber anderen Systemen:

  • Die Anordnung des Wärmetauschers oben im Speicherwasser bietet auf Grund der Temperaturen eine maximale Sicherheit gegenüber der Legionellenbildung. Eine gute Wasserhygiene ist folglich sichergestellt.
  • Die Strömungsgeschwindigkeit beim Consolar-System ist sehr viel höher (etwa Faktor 10 oder mehr) als bei anderen uns bekannten Systemen. Der Wärmetauscher von Consolar hat durch die hohe Geschwindigkeit in bestimmten Grenzen durch Abtrag von Kalk eine selbstreinigende Wirkung.
  • Eine zunehmende Verkalkung wird beim Consolar Wärmetauscher durch einen geringeren Durchfluss für den Nutzer erkennbar. Dadurch kann in jedem Fall der Wärmetauscher rechtzeitig entkalkt werden.
  • Andere Systeme (Tank in Tank, Edelstahl-Wellrohr und externe Platten-Wärmetauscher) sind von der Verkalkungsproblematik ebenfalls betroffen. Sie lassen auf Grund der Bauweise eine Verkalkung u. U. nicht rechtzeitig erkennen. Darüber hinaus ist eine Entkalkung dieser Systeme im fortgeschrittenen Stadium u. U. nicht oder nur unter erschwerten Umständen und mit sehr hohem Aufwand möglich.

Wie wirkt sich eine erhöhte Kalkmenge im Trinkwasser aus?

  • Die Wärmeleitung zwischen zu erwärmenden Trinkwasser und dem Wärmetauscher wird erschwert. Die Erwärmung dauert länger bzw. erfolgt auf eine niedrigere Temperatur.
  • Reduktion des Querschnitts und damit Erhöhung des Druckverlusts im Wärmetauscher (je nach Querschnitt)
  • Insbesondere bei größeren verkalkten Flächen in einem Wasser-Temperaturbereich von 25-35 °C  können sich in den Kalkablagerungen Legionellen einnisten, die Wasserhygiene (Legionellen) kann beeinträchtigt werden.
  • Es wird mehr Waschmittel für die gleiche Waschleistung erforderlich
  • Der Geschmack von Tee und Kaffee wird beeinträchtigt.
  • Leitungssysteme, Armaturen, Heizstäbe in Haushaltsgeräten z. B. Wasserkocher verkalken und die Lebensdauer wird ggf. verkürzt

Was gibt es für Wasserhärten?

Seit Mai 2007 gelten folgende Härtegrade-Einteilungen (Gesamthärte) in Deutschland, die frühere Gruppe sehr hartes und hartes Wasser wurden zusammengefasst zu hartem Wasser.

  • weich: weniger als 8,4 ° dH
  • mittel: 8,4 bis 14 ° dH
  • hart: mehr als 14 ° dH

Was empfiehlt Consolar zur Vermeidung von Verkalkungsproblemen?

Die Händler und Installationsbetriebe werden bei Consolar bei den Schulungen für das Thema sensibilisiert, da sie im Kontakt mit dem Interessenten und den Kunden stehen. Weiterhin haben sie die Aufgabe sich und die Interessenten über die Wasser-Beschaffenheit zu informieren und Empfehlungen auszusprechen. Auf die Notwendigkeit der Installation von Spülhähnen in Gebieten mit harter Wasser-Zusammensetzung wird ebenfalls hingewiesen.

Bei Wasser mit einer Härte ab 8° dH werden Spülhähne am Kaltwassereintritt und Warmwasseraustritt empfohlen. Für den Einsatz bei kalkhaltigem Wasser sollte nach Angaben von  Sachverständigen generell für alle Solaranlagen ab 14°dH (hartes Wasser) eine Kalkumwandlung oder Wasseraufbereitung vorgesehen werden. Die Wasserhärte können Sie bei Ihrem zuständigen Wasserversorger erfragen. Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrem Installateur beraten.

Wie läuft die Phase der Verkalkung ab?

Bei stehendem Wasser und Temperaturen oberhalb von 60 °C fällt verstärkt Kalk (durch Ausgasen von Kohlensäure steigt der pH- Wert, wodurch der Kalk ausfällt) aus und lagert sich an den Oberflächen ab. Dies findet an metallischen (Edelstahl, Kupfer, Stahl emailliert) und an Kunststoff-Oberflächen (PEX- und AL-PEX) statt.

Für die Ablagerungsmenge bzw. Geschwindigkeit sind folgende Parameter von Bedeutung:

  • Der Härtegrad (siehe oben) und insbesondere die Karbonathärte
  • Die Austauschhäufigkeit des Wassers im Wärmetauscher: ein tropfender Hahn oder eine undichte Verschraubung kann dazu führen, dass kontinuierlich Wasser nachfließt und sich ablagert. In diesen Fällen können sich deutlich mehr Ablagerungen bilden als bei einer dichten Anlage.
  • Das Trinkwasser-Volumen und die Temperaturänderung im Wärmetauscher
  • Die Art des Heizsystems kann eine Rolle spielen, wenn hohe Vorlauftemperaturen notwendig sind (z. B. alte Heizkörper mit 90 ° C max. Vorlauftemperatur). Dann können bei kalten Außentemperaturen hohe Speichertemperaturen und dadurch bedingt auch eine beschleunigte Verkalkung in den Wintermonaten die Folge sein.
  • Die Strömungsgeschwindigkeit an der Oberfläche des Rohrs im Betrieb ist entscheidend, ob und wie viel bzw. wie schnell sich Ablagerungen bilden bzw. auch wieder abgetragen werden können.

Welche besonderen Vorteile bietet der Consolar Rippenrohr - Wärmetauscher?

Rippenrohr - Wärmetauscher werden als Spirale vom kompletten Volumenstrom durchströmt. Bei den hohen Strömungsgeschwindigkeiten von 1m/s setzt sich in der Regel kein Kalk ab und lockere Ablagerungen werden wieder weggespült. Kalk setzt sich nach Erfahrungen von Consolar nur während längerer Stillstandsphasen ab. Bei ständiger Durchströmung (z. B. Mehrfamilienhaus mit WW-Zirkulation) werden Ablagerungen durch die Wasserbewegung reduziert. Da die Wärmetauscher nur ein geringes Trinkwasservolumen bevorraten, d. h., die Wärme nur im Durchlauf übertragen wird, spürt der Nutzer eine Kalkablagerung schnell – und lange bevor der komplette Querschnitt des Wärmetauschers zukalken kann (dann nämlich käme kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn). Dies ist ein besonderer Vorteil des Consolar-Systems. Erfahrungen mit über 20.000 Anlagen die mit dem Consolar Wärmetauscher-System in Europa ausgestattet sind bestätigen dies.

Wie lassen sich die Consolar Wärmetauscher entkalken?

Während sich andere Wärmetauscher - Bauarten oft nicht oder schlecht entkalken lassen, ist die Entkalkungsfreundlicheit der Consolar Wärmetauscher ein besonderer Vorteil.  Die Rippenrohr- Wärmetauscher werden als Spirale vom kompletten Volumenstrom durchströmt. Somit kann die Entkalkung sicher und rasch erfolgen. Dieser Vorgang kann mit Zitronensäure oder Ameisensäure immer wieder wiederholt werden.

Wie oft muß die Entkalkung bei Rippenrohr-Wärmetauschern durchgeführt werden?

In Gebieten mit erhöhter Kalk-Konzentration müssen die Kupfer-Wärmetauscher in der Regel in einem Intervall von 1 - 5 Jahren entkalkt werden. In seltenen Fällen kann eine häufigere Frequenz erforderlich werden.

Mit welchen Flüssigkeiten muss entkalkt werden?

Die Entkalkung sollte z. B. mit Zitronensäure oder Ameisensäure erfolgen. Meist ist dies gut mit der jährlich stattfindenden Heizungsinspektion zu verbinden. Die Entkalkung sollte bei laufender Pumpe bei aktiver Nachheizung und beheiztem Speicher erfolgen, ein „einwirken lassen“ ist nicht sinnvoll, da der Kalk aufquellen und die anschließende Spülung erschweren kann.

Wie lange dauert eine Entkalkung?

Die Entkalkung nimmt etwa 15 - 45 Min. in Anspruch, wobei der Installateur nicht dauernd dabei sein muss. Eine Entkalkung kann bei der Heizungswartung mit durchgeführt werden und ist  auch durch versierte Endkunden nach einer Einweisung einfach möglich.

Gibt es Maßnahmen, die Verkalkung bei sehr kalkhaltigem Wasser verhindern?

Folgende Verfahren zur Wasserbehandlung sind gängig:

1) Physikalische Verfahren: Geräte mit elektrischen oder magnetischen Feldern führen zu keiner Beseitigung der Härte. Die Wirkung dieser Art von Wasserbehandlung ist zeitlich begrenzt und geht deshalb nach einer gewissen Fließstrecke hinter dem Gerät wieder verloren. Eine Voraussetzung für die beschriebene Wirkung scheint zu sein, dass Wechselfelder benutzt werden oder das Wasser in einem statischen Feld verwirbelt wird. Deshalb bleiben z. B. auf die Wasserleitung aufgesetzte Magnetschuhe ohne jede Wirkung. Nach Kenntnisstand von Consolar und Erfahrungen von Kunden ist das Verfahren nicht immer zuverlässig in allen Gebieten einsetzbar, bringt aber manchmal Verbesserungen.

 2) Chemische Entkalkung/Enthärtung durch Ionenaustausch: Ionenaustauscher, die mit Kochsalz regeneriert werden, sind in der Lage, die Wasserhärte zu reduzieren. Dieses Prinzip wird z. B. in Spülmaschinen eingesetzt, um die Heizelemente zu schonen und „Kalkflecken“ auf dem Geschirr zu vermeiden. Dabei kann sich der Wassergeschmack verändern, was für Kaffee und Tee oft vorteilhaft ist.

3) Bio-Mineralisierung: Durch einen Katalysator im Kaltwasserzulauf wird die Kalkfällung ausgelöst und es bilden sich sehr kleine Kalkkristalle die sich nicht anlagern können. Infos unter www.biocat.at. Bei diesem Verfahren wird kein Salz zugesetzt. Der Katalysator mit Granulat muss nach Hersteller-Angaben alle 5 Jahre ausgetauscht werden.