Wenn man Verbraucher nach Ihrer Einschätzung fragt, wo denn die meiste Energie in Ihrem Haushalt hingeht, denken viele sofort an den Strombedarf. Der Stromanteil am Gesamt-Energieverbrauch beträgt in einem Durchschnitts-Haushalt ca. 15 % und ist damit eigentlich relativ gering. Hingegen werden 85 % der Energie für Heizung und Warmwasser verbraucht. Dabei nimmt die Heizungswärme den Löwenanteil ein – sie benötigt etwa dreimal so viel Energie wie die Warmwasserbereitung. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht dies.

Grundsätzlich gibt es bei der Solarwärme-Nutzung mehrere Arten von Solaranlagen:
Bei Häusern im Altbau mit hohem Energieverbrauch ist auch das Einsparpotenzial am größten. Deshalb ist der Einsatz einer Solarwärme-Anlage auch im Altbau und ohne Niedertemperaturheizung sinnvoll.
Eine Solarwärme-Anlage, rechnet sich das?
Oft wird die Frage gestellt, ob sich eine Solaranlage rechnet. Das hängt stark von den künftigen Energiepreisen für Öl, Gas und Strom ab.
Je nachdem wie sich die Energiepreise entwickeln, amortisiert sich die Anlage langsamer oder schneller. In den letzten zehn Jahren stieg der Ölpreis im Schnitt um 10% pro Jahr, in jüngster Zeit noch viel schneller.
Wenn die Entwicklung so weitergeht, ist eine Solarwärme-Anlage auch rein wirtschaftlich eine lohnende Investition. Zumal sich neben der unmittelbaren Energiekosten-Einsparung auch die Lebensdauer des Kessels durch die Nutzung der Solarwärme verlängert. Im Sommer, wenn die Solaranlage die Warmwasserversorgung übernimmt, muss der Kessel nur selten anspringen.
