Pufferspeicher

 

Pufferspeicher stellen die Hauptbausteine von erneuerbaren Heizungssystemen wie beispielsweise Erdwärme oder Solarenergie, Fernwärme sowie Biomasse (Holz) dar. Sie sind für die Zwischenspeicherung der erzeugten Energie verantwortlich und sollen dies möglichst verlustarm tun, um sie nach Bedarf als warmes Wasser oder Heizungswärme wieder abzugeben. Speziell bei Heizkesseln die mit Gas, Öl oder  mit Holz beschickt werden, trägt die Nutzung von Pufferspeichern zu einer höheren Ausnutzung der jeweiligen Brennstoffenergie und zu weniger Emissionen durch sonst häufige Starts bei. Mit Pufferspeichern können zudem Festbrennstoffkessel mit einer optimalen Verbrennung (effektiverer Wirkungsgrad) arbeiten, welches wiederum Emissionen wie beispielsweise CO2 oder Staub senkt. Darüber hinaus verlängert sich die Lebensdauer der Kessel und die Wartungsanfälligkeit sinkt.

 

Der Vorteil einer Heizung mit Pufferspeicher

 

Heizungsanlagen mit Pufferspeichern müssen nicht regelmäßig abgeschaltet (getaktet) werden, um eine Überhitzung zu verhindern. So kann einerseits der übermäßige Energieverbrauch, durch eine vermehrte Taktung, unterbunden werden. Durch derartige Speicher kann andererseits bei Solarsystemen (Solarthermie) die Tagesschwankung aufgrund unterschiedlichen Sonnenangebots ausgeglichen werden. Bei einem Einsatz von Wärmepumpen sind Pufferspeicher fast immer sinnvoll, um erhöhte Taktung zu vermeiden und Sperrzeiten von EVUs (Energieversorgungsunternehmen) zu überbrücken.

Der Einsatz von Pufferspeichern erleichtert den Betrieb von Feststoff Heizkesselanlagen und macht sie so komfortabel wie beispielsweise herkömmliche Gas-/Ölheizkessel. Er dient ebenso dem Schutz der Umwelt, da der jeweilige Kessel immer mit optimaler Leistung (Nennlast) arbeiten kann. Zudem muss der Kessel nicht dauerhaft angefeuert werden, sondern nur bei Bedarf zur Temperaturerhöhung des Pufferspeichers. Ab einer Leistung des Kessels von 15 kW ist der Einsatz von Pufferspeichern per Gesetz vorgeschrieben, wird aber selbst bei geringeren Leistungen allein aus wirtschaftlichen Gründen empfohlen. Nicht benötigte Heizenergie, welche bei dem Gebrauch von Festbrennstoffkesseln stets entsteht, kann somit optimal zwischengespeichert werden.

Die Abgaswerte der Holzheizung sind im Besonderen noch im kalten Zustand bedenkenswert. Ein Pufferspeicher kann hierbei eine ausdauernde Befeuerungsdauer ermöglichen und so die Zeiten vermindern, in welchen eine bedenkenswerte Verbrennung im erkalteten Brennraum erfolgt. Bei optimaler Einstellung muss der Pufferspeicher, als Ergänzung einer Festbrennstoffheizung höchstens einmal innerhalb 24 Stunden komplett aufgeladen werden. Danach gibt er die Wärme bedarfsgerecht wieder an den Kreislauf des Heizsystems ab.

 

Die Puffergröße und die Isolierung des Pufferspeichers

 

Die Größe des Pufferspeichers sollte über 30 bzw. 55 Liter/kW Kesselleistung liegen, da eine Förderung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erst darüber möglich ist. Eine komfortable Kesselleistung ist ab 100 Liter/kW oder höher garantiert. Diese Richtwerte dienen zur allgemeinen Orientierung. Eine Grenze für die Größe des Pufferspeichers setzt in den meistens Fällen der Stellplatz im vorhandenen Heizraum, die Breite der Einbringtür oder die Höhe des Raumes (Kippmaße sind hierbei zu beachten) sowie die Kellertreppe. Allerdings stehen auch Sondermaße wie beispielsweise eckige Formen zur Verfügung.

Eine gute Isolierung für Pufferspeicher hat mindestens eine Stärke von 100 Millimeter Hartschaum. Besonders leistungsfähige Isolierungen von Solar Pufferspeichern oder Kombispeichern haben zusätzlich Alu Folien zur Verringerung von Wärmeabstrahlung und schräge/siphonierte Anschlüsse gegen Wärmeverluste durch zirkulierendes Wasser. Diese sind besonders wichtig da hier oft die meiste Wärme verloren geht. Handelsübliche Weichschaumisolierungen haben sich bei einer Isolierung dieser Art nicht wirksam bewährt. Ihre Isolierwirkung lässt bei diesen Schäumen bei erhöhten Temperaturen besonders stark nach.